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Von Felsen, Falken und fliegenden Pflastern – die 5c und 5d in Wunsiedel

Vom 30. September bis 2. Oktober 2026 hieß es für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5c und 5d: Raus aus dem Klassenzimmer und rein ins gemeinsame Abenteuer! Zusammen mit ihren Lehrkräften Anika Grebner, Elke Buckreus, Frederic Fischer und Felix Körner machten sich die beiden Klassen auf den Weg nach Wunsiedel, wo drei abwechslungsreiche Tage mit vielen gemeinsamen Erlebnissen auf sie warteten.

Natürlich durfte Bewegung nicht fehlen. Bei einer Wanderung zum Felsenlabyrinth konnten die Schülerinnen und Schüler die beeindruckende Landschaft rund um Wunsiedel erkunden. Zwischen mächtigen Felsen, schmalen Wegen und spannenden Durchgängen gab es einiges zu entdecken – und ganz nebenbei wurden auch noch einige Kilometer zurückgelegt. Dass Abenteuerlust manchmal allerdings etwas zu weit führen kann, bewiesen vier besonders kletterfreudige Jungs. Sie hatten es tatsächlich geschafft, sich auf einem Klettergerüst bis auf das Dach der Aussichtsplattform hochzuhieven. Hinauf ging es offenbar leichter als wieder herunter! Zum Glück war Herr Körner zur Stelle und startete kurzerhand eine kleine Rettungsaktion, um die vier Nachwuchsbergsteiger wieder sicher auf den Boden zurückzubringen. Damit war wohl endgültig geklärt, dass die Aufgaben einer Lehrkraft im Schullandheim weit über das gewöhnliche Berufsbild hinausgehen. Überhaupt stellten die vier Pädagogen schnell fest, dass sie während des Schullandheimaufenthalts auch als Krankenpfleger gefragt waren: Ein Verband an einem gebrochenen Finger musste gewechselt, Tropfen gegen eine Blasenentzündung aus der Apotheke abgeholt und ein hartnäckiger Spreißel unter einem Fingernagel möglichst fachkundig entfernt werden. Dazu kamen die kleinen Klassiker eines Schullandheimaufenthalts: Hier eine Blase am Fuß, dort ein Pflaster am Finger, um die Blase zu versorgen, die scheinbar durch ein Klatsch- und Schnipsspiel entstanden ist.

Einer der Höhepunkte war die Museumsrallye durch das Fichtelgebirgsmuseum. Dabei waren Wissen und genaues Lesen gefragt. Besonders erfolgreich waren zwei Teams, die tatsächlich die volle Punktzahl erreichten. Bei einer Livevorführung konnten die Kinder außerdem einem Töpfer bei der Arbeit über die Schulter schauen. So erfuhren sie unter anderem, warum Teiche und Ton eng miteinander zusammenhängen: Wo sich ein Teich halten kann, muss im Boden Ton vorhanden sein – sonst würde das Wasser schließlich versickern. Derart anschaulich bleibt Wissen gleich viel besser im Gedächtnis!

Tierisch spannend wurde es bei einer 45-minütigen Greifvogelshow. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren viel Interessantes über die Falknerei und ihre faszinierenden gefiederten Vertreter. Der Wunsiedler Greifvogelpark erstreckt sich über eine Fläche von annähernd zwei Hektar und beherbergt 70 Greifvögel aus 23 verschiedenen Arten. Ganz andere tierische Bewohner sorgten ebenfalls für Begeisterung: Die Kinder durften drei Monate alte Ziegen streicheln, die sich über die zusätzliche Aufmerksamkeit sichtlich freuten.

Auch kulinarisch ließ es sich in Wunsiedel gut aushalten. Unter anderem gab es Gnocchi mit Käse- oder Tomatensoße, dazu Salat und als süßen Abschluss Schokopudding. Und weil ein Schullandheim ohne Lagerfeuer eigentlich kaum vorstellbar ist, durfte natürlich auch das Stockbrot nicht fehlen. Gemeinsam am Feuer zu sitzen und darauf zu warten, dass der Teig endlich goldbraun statt schwarz wurde, gehörte sicherlich zu den besonders gemütlichen Momenten der Fahrt.

Für reichlich Bewegung ganz anderer Art sorgte die Kinderdisco. Bei den eigenen Liedwünschen konnte nach Herzenslust getanzt und abgerockt werden. Spätestens hier zeigte sich, dass nach Wanderung, Museumsbesuch und Greifvogelshow erstaunlicherweise immer noch genügend Energie zum Abdancen vorhanden war.

Am Abend wurde dann deutlich, dass Schullandheimtage zwar müde machen – aber offenbar nicht immer müde genug zum Einschlafen. Bei Einschlafproblemen oder ein wenig Heimweh halfen glücklicherweise Gute-Nacht-Geschichten. So wurde es schließlich doch noch ruhig in den Zimmern – zumindest irgendwann.

Neben all den Programmpunkten blieb natürlich auch genügend Zeit, miteinander zu reden, zu lachen und sich außerhalb des Unterrichts besser kennenzulernen. Gerade für die noch jungen Klassengemeinschaften der 5c und 5d waren diese gemeinsamen Tage eine schöne Gelegenheit, weiter zusammenzuwachsen. (BuE)